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Frankreich schummelt sich mit Abseits-Tor zur WM 2010

Donnerstag, 19. November 2009

Frankreich schummelt sich mit Abseits-Tor zur WM 2010

Die Hand Gottes ermöglichte Diego Maradona im Spiel gegen England das umstritten Tor zum 1:0 im WM-Viertelfinale in Mexiko. Frankreich war im Play-Off-Spiel gegen Irland für die WM 2010 ein Handspiel von Thierry Henry zu wenig.

 

Denn beim Ausgleich in Minute 102 durch William Gallas, nahm sich Henry den Ball nicht nur mit der Hand mit. Sein Teamkollege Sebastian Squillaci stand zuvor bei einem Freistoß aus den Halbfeld im Abseits. Der Ball kam zu Henry und der quirlige Franzose nahm seine Hand zu Hilfe. Die Proteste der Iren halfen wenig, Schiedsrichter Martin Hanson gab das Tor, Frankreich fährt zur WM nach Südafrika, Irland darf das Großereignis im Fernsehen verfolgen.

 

 

Die Iren sind klarerweise sauer, doch nicht Henry steht im Zentrum der Kritik – trotz seines Eingeständnisses, den Ball mit der Hand gespielt zu haben. „Ich würde es nicht schummeln nennen, ein Spieler sucht jeden Vorteil, den er bekommen kann,“ erklärt Liam Brady, Assistent Manager des irischen Nationalteams. „Ich würde nicht Henry die Schuld geben. Ich würde eher zurück schauen, was drei Monate vorher passiert ist und auf die Tatsache, dass die Setzliste für die Play-Offs so gemacht wurde, um die größeren Teams zu bevorzugen.“

 

Deutlicher wurde Robbie Keane: „Deutschland hatte auch die Gefahr im Play-Off zu landen. Mit zwei einflussreichen Ländern, ist es einer Million Jahre nicht möglich, eine faire Auslosung zu haben.“ Was meint Keane? Ganz einfach, er kritisiert die Vorgangsweise der Fifa, die Setzliste nach der Weltrangliste zu gestalten, um größeren Teams eine höhere Chance für die WM-Qualifikation einzuräumen.

 

Aber auch Schiedsrichter Hanson bekommt sein Fett ab. Brady vermutet, dass Hanson „unter Druck“ der Fifa stand, Frankreich zur WM zu bringen. Keane setzt nach und unterstellt Fifa-Präsident Sepp Blatter und sein Gegenpart Michel Platini von der Uefa „erfreut“ über das Ergebnis zu sein.

 

Die Fifa wird die Kritik von Keane wohl unter den Tisch fallen lassen, ebenso wie Brady's Vorschlag einer Neuaustragung: „Wir würden nach Paris fahren und nochmals spielen“. Aber auch das wird wohl in einer Million Jahre nicht passieren.

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